Webhosting-Kosten im Überblick
Die Webhosting-Kosten hängen vor allem von drei Dingen ab: der Hosting-Art, dem Umfang des Tarifs und der Vertragslaufzeit. Ein einfaches Paket für eine Vereinsseite gibt es für wenige Euro im Monat, ein verwalteter Server für einen Online-Shop kostet schnell das Zwanzigfache. Damit Sie die Preise einordnen können, haben wir die Tarife ausgewertet, die in unserem Verzeichnis erfasst sind, und nennen jeweils die Spanne, in der die mittlere Hälfte der Angebote liegt.
Wichtig vorab: Der günstigste Tarif ist selten der beste. Entscheidend sind die Gesamtkosten über die Laufzeit, also Monatspreis, Einrichtung, Domain, Zusatzleistungen und der Preis nach Ablauf eines Aktionsangebots.
Webhosting-Kosten nach Hosting-Art
Die folgende Tabelle zeigt typische Monatspreise der im Verzeichnis erfassten Tarife. „Typisch“ bedeutet: Ein Viertel der Tarife ist günstiger, ein Viertel teurer. Ausreißer nach oben und unten gibt es in jeder Kategorie.
| Hosting-Art | Typischer Preis | Mittelwert (Median) | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Shared Hosting | 4–12 €/Monat | ca. 7 € | Blogs, Vereins- und Firmenwebsites, kleine Shops |
| VPS | 8–21 €/Monat | ca. 11 € | Wachsende Projekte, eigene Software, mehrere Websites |
| Cloud-Server | 10–36 €/Monat | ca. 16 € | Projekte mit schwankender Last |
| Dedicated Server | 40–107 €/Monat | ca. 59 € | Große Shops, rechenintensive Anwendungen |
| Managed Hosting | 43–179 €/Monat | ca. 79 € | Unternehmen ohne eigene Server-Administration |
Die Spannen geben den Stand der Tarifdaten in unserem Verzeichnis wieder. Einzelne Anbieter können ihre Preise jederzeit ändern; verbindlich ist immer das Angebot auf der Website des Anbieters.
Shared Hosting: der Einstieg
Beim Shared Hosting teilen sich viele Kunden einen Server. Der Anbieter kümmert sich um Betriebssystem, Updates und Sicherheit, Sie verwalten nur Ihre Website, Datenbanken und Postfächer. Für die meisten Websites mit einigen tausend Besuchern im Monat reicht das völlig. Achten Sie auf ausreichend Speicherplatz, eine aktuelle PHP-Version, kostenloses SSL und regelmäßige Backups. Ab etwa 5 € im Monat sind diese Punkte bei seriösen Anbietern Standard.
VPS und Cloud-Server: mehr Kontrolle
Ein virtueller Server bietet garantierte Ressourcen und Root-Zugriff. Dafür übernehmen Sie selbst die Administration: Updates einspielen, Firewall pflegen, Dienste überwachen. Die reinen Serverkosten sind oft niedrig, der Zeitaufwand für die Pflege aber nicht. Wer das nicht selbst leisten kann oder will, sollte Managed-Varianten einplanen. Mehr zum Unterschied lesen Sie in unserem Ratgeber Shared Hosting oder VPS.
Managed Hosting und Dedicated Server
Bei Managed Hosting kümmert sich der Anbieter um Betrieb, Überwachung und Sicherheit des Servers. Der höhere Preis bezahlt also vor allem Arbeitszeit von Administratoren. Ein eigener Dedicated Server lohnt sich, wenn eine Anwendung dauerhaft viel Rechenleistung braucht oder aus Sicherheitsgründen keine Ressourcen mit anderen Kunden teilen soll.
Was neben dem Monatspreis Geld kostet
Der beworbene Monatspreis ist nur ein Teil der Webhosting-Kosten. Diese Posten sollten Sie vor der Buchung prüfen:
- Preis nach der Aktionsphase: Viele Anbieter werben mit einem reduzierten Preis für die ersten Monate. Danach gilt der reguläre Preis, der oft doppelt so hoch ist. Rechnen Sie immer mit dem regulären Preis.
- Einrichtungsgebühr: Bei Shared Hosting selten, bei Servern häufiger. Sie fällt einmalig an und liegt meist zwischen 0 und 50 €.
- Domain: Eine .de-Domain ist bei vielen Tarifen inklusive. Zusätzliche Domains kosten je nach Endung zwischen etwa 1 und 20 € im Jahr, Sonderendungen deutlich mehr.
- SSL-Zertifikat: Mit Let’s Encrypt kostenlos und für fast alle Websites ausreichend. Kostenpflichtige Zertifikate mit Unternehmensprüfung brauchen nur wenige.
- Backups und Wiederherstellung: Manche Anbieter sichern täglich, berechnen aber die Wiederherstellung. Fragen Sie nach, was ein Restore kostet.
- E-Mail: Die Anzahl und Größe der Postfächer ist bei günstigen Tarifen oft begrenzt. Wer mehr braucht, zahlt für ein größeres Paket oder separates E-Mail-Hosting.
- Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist: Lange Laufzeiten senken den Monatspreis, binden Sie aber. Bei einem späteren Anbieterwechsel zahlen Sie unter Umständen zwei Verträge parallel.
- Ihre eigene Zeit: Bei einem unverwalteten Server sind Updates, Monitoring und Fehlersuche Ihre Aufgabe. Diese Stunden gehören in jede ehrliche Kostenrechnung.
Beispielrechnung: Was eine Website im Jahr kostet
Drei typische Fälle, gerechnet mit Preisen aus den oben genannten Spannen. Die Zahlen sind Richtwerte, keine Angebote einzelner Anbieter.
| Projekt | Tarif | Kosten im Jahr |
|---|---|---|
| Vereinswebsite oder Blog | Shared Hosting für 5 €/Monat, Domain inklusive | ca. 60 € |
| Website eines kleinen Unternehmens mit Kontaktformular und fünf Postfächern | Shared Hosting für 10 €/Monat, zweite Domain für 15 €/Jahr | ca. 135 € |
| Online-Shop mit mehreren hundert Bestellungen im Monat | Managed Server für 80 €/Monat, Einrichtung 50 € | ca. 1.010 € im ersten Jahr |
Für ein kleines Unternehmen sind die Webhosting-Kosten damit selten der große Kostenblock. Teurer wird es durch Ausfälle, langsame Ladezeiten oder einen aufwendigen Umzug, wenn der Tarif nicht mehr passt. Es lohnt sich daher, nicht am falschen Ende zu sparen.
Webhosting-Kosten senken, ohne Qualität zu verlieren
- Bedarf realistisch einschätzen: Viele Websites brauchen weniger Speicher und Leistung als gedacht. Unser Bedarfsrechner hilft bei der Einschätzung.
- Klein starten: Fast alle Anbieter erlauben den Wechsel in einen größeren Tarif, ohne dass die Website umzieht. Ein Downgrade ist dagegen oft schwieriger.
- Jahrespreise vergleichen: Jährliche Zahlung ist häufig günstiger, lohnt sich aber nur, wenn Sie sicher beim Anbieter bleiben wollen.
- Regulären Preis vergleichen, nicht den Aktionspreis: Rechnen Sie die Kosten für mindestens zwei Jahre durch.
- Inklusivleistungen prüfen: Domain, SSL, Backups und Postfächer im Tarif sparen Einzelkosten.
Häufige Fragen zu Webhosting-Kosten
Gibt es gutes Webhosting kostenlos?
Kostenlose Angebote gibt es, sie sind aber meist mit Werbung, fremder Domain, wenig Speicher und ohne Support verbunden. Für eine Website mit eigener Domain, die geschäftlich genutzt wird, sind sie nicht geeignet.
Ist monatliche oder jährliche Zahlung günstiger?
Jährliche Zahlung ist oft günstiger, bindet Sie aber länger. Wenn Sie den Anbieter erst ausprobieren wollen, ist ein monatlich kündbarer Tarif die sicherere Wahl.
Wann lohnt sich der Wechsel in einen teureren Tarif?
Wenn die Website spürbar langsamer wird, der Speicher knapp ist oder der Anbieter Sie wegen hoher Last anschreibt. Ein Upgrade beim selben Anbieter ist meist ohne Umzug möglich.
Fazit: Mit welchen Webhosting-Kosten Sie rechnen sollten
Für eine typische Website eines Vereins, Selbstständigen oder kleinen Unternehmens reichen 5 bis 12 € im Monat. Wer einen eigenen Server braucht, sollte mit 10 bis 20 € für einen VPS rechnen, plus eigener Arbeitszeit, oder mit 40 bis 180 € für einen verwalteten Server. Vergleichen Sie immer die Gesamtkosten über die Laufzeit und nicht den Einstiegspreis.
Passende Tarife finden Sie in unserer Anbietersuche. Empfehlungen für bestimmte Einsatzzwecke zeigen unsere Seiten zum Hosting für kleine Unternehmen und zum WordPress-Hosting. Wie wir Anbieter einordnen, erklärt unsere Methodik.